Teichwiesen – Namensfindung für August 2012

Für vier Teichwiesen-Marathons im August 2012 ist die Namensvergabe immer noch nicht abgeschlossen. Und bislang hat die Abstimmung unter den Teichwiesen-Friends auch noch keine klare Entscheidung herbei führen können, so dass die Namensauswahl nun auf diesen Blog ausgelagert wird.

Im Angebot sind:

Fr 10.08.2012, 16 Uhr:

Alfred Döblin, deutscher Schriftsteller, * 10. 8. 1878 Stettin, † 28. 6. 1957 Emmendingen, Baden; Nervenarzt in Berlin, früh schon Psychoanalytiker; Sozialist, 1910 Mitgründer der expressionistischen Zeitschrift „Der Sturm“, ging 1933 nach Paris, wurde 1940 katholisch; 1940-1945 in den USA; eigenwilliger und widerspruchsvoller, expressiver und revolutionärer Erzähler, der zuerst das Kollektivseelische und Naturelementare zu gestalten suchte, später zu theologischer Deutung neigte; Erzählungen: „Die Ermordung einer Butterblume“ 1913; Romane: „Die drei Sprünge des Wang-Lun“ 1915; „Wallenstein“ 1920; „Berge, Meere und Giganten“ 1924; „Berlin Alexanderplatz“ 1929; „Pardon wird nicht gegeben“ 1935; „Südamerika-Trilogie“ 1937-1948; „Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende“ 1956; Epos: „Manas“ (indischer Mythos) 1927; Essays.

Michail Michajlowitsch Soschtschenko, russischer Schriftsteller, * 10. 8. 1895 Poltawa, † 22. 7. 1958 Leningrad; einer der beliebtesten sowjetischen Satiriker der 1920er und 1930er Jahre, 1946 vom ZK der KPdSU geächtet, 1957 teilweise rehabilitiert; humoristische Kurzgeschichten, in denen er den sowjetischen Alltag darstellte.

Maurice Raynaud, französischer Arzt, * 10. 8. 1834, † 29. 6. 1881; nach ihm ist die Raynaud’sche Krankheit benannt, eine durch verschiedene Anlässe (Kälte, Gifte, wie Nicotin, Toxine) ausgelöste Gefäßverkrampfung der Hände, seltener der Füße, die vor allem Frauen befällt und sich in Schmerzen, Kälte, Blässe oder Blaufärbung, Missempfindungen äußert; sie kann durch völlige Aufhebung der Blutversorgung zum Brand führen.

Antonio Banderas, eigentlich José Antonio Dominguez Banderas, spanischer Schauspieler, * 10. 8. 1960 Málaga; wurde bekannt durch seine Zusammenarbeit mit dem spanischen Regisseur P. Almodóvar; Filme u. a.: „Labyrinth der Leidenschaften“ 1982; „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ 1988; „Fessle mich!“ 1990; „Philadelphia“ 1993; „Das Geisterhaus“ 1993; „Evita“ 1996; „Die Maske des Zorro“ 1998; „Original Sin“ 2001; „Frida“ 2002; „Irgendwann in Mexiko“ 2003; „Bordertown“ 2006.

Aktueller Zwischenstand: Döblin 3, Raynaud 1

Sa 11.08.2012, 09 Uhr:

Enid Blyton, englische Schriftstellerin, * 11. 8. 1897 Beckenham, Kent, † 28. 11. 1968 London; schrieb mehr als siebenhundert sehr erfolgreiche und viel übersetzte Kinderbücher , oft in Abenteuerserien (z. B. „Fünf Freunde“, „Die Schwarze Sieben“ , oder Internatsserien („Dolly“, „Hanni und Nanni“ ).

Diether Krebs, deutscher Schauspieler und Sänger, * 11. 8. 1947 Essen, † 5. 1. 2000 Hamburg; vor allem mit Comedy-Serien erfolgreich, in den 1970er Jahren als Schwiegersohn von „Ekel“ Alfred (Heinz Schubert) in „Ein Herz und eine Seele“, in den 1980er Jahren mit „Sketchup“ (u. a. mit Iris Berben u.und Beatrice Richter); Kommissar in der ZDF-Krimiserie „SOKO 5113“; auch Chart-Erfolg mit der Single „Ich bin der Martin, ne“.

Dik Browne, US-amerikanischer Comiczeichner, * 11. 8. 1918 New York, † 4. 6. 1989 Sarasota; kreierte das Chiquita-Bananenmännchen; Erfolg mit der Wikingerfigur „Hägar“ (ab 1973); Comics.

Martin Gropius, deutscher Architekt und Kunstpädagoge, * 11. 8. 1824 Berlin, † 13. 12. 1880 Berlin; Schüler von K. F. Schinkel; entwarf zahlreiche Wohnhäuser sowie den Gropiusbau in Berlin und das Gewandhaus in Leipzig, 1881-1884.

Aktueller Zwischenstand: Blyton 1, Krebs 1, Browne 2

Mi 15.08.2012, 15.30 Uhr:

Edith Nesbit, englische Schriftstellerin, * 15. 8. 1858 London, † 4. 5. 1924 New Romney, Kent; schrieb Romane („The Red House“ 1902), fantasievolle Kinderbücher und Gedichte.

Stieg Larsson, schwedischer Journalist und Schriftsteller, * 15. 8. 1954 Umeå, † 9. 11. 2004 Stockholm; arbeitete seit 1979 für die schwedische Nachrichtenagentur Tidningarnas Telegrambyra; gesellschaftspolitisches Engagement gegen Rechtradikalismus und Neonazismus, u. a. als Autor von Büchern und Essays zu diesem Thema und 1995 als Gründer der EXPO-Stiftung zur Erforschung und Beobachtung rassistischer und totalitärer Aktivitäten. Schrieb drei international erfolgreiche Krimis, die sich durch einen harten Realismus und eine intensive Charakterzeichnung ausweisen: „Verblendung“ 2005, deutsch 2006; „Verdammnis“ 2006, deutsch 2007; „Vergebung“ 2007, deutsch 2008.

Matthias Claudius, Pseudonym Asmus, deutscher Dichter, * 15. 8. 1740 Reinfeld bei Lübeck, † 21. 1. 1815 Hamburg; Pfarrerssohn; 1771-1775 Herausgeber des „Wandsbecker Bothen“, einer originellen dörflichen Zeitung, in der Lessing, Klopstock, Goethe u. a. veröffentlichten und die schnell eine Lesergemeinde im ganzen deutschsprachigen Raum fand. Später legte Claudius mit dem achtbändigen Sammelwerk „Asmus“ seine früheren Zeitungsbeiträge, gemischt mit neuen Gedichten und Aufsätzen, vor. Die Betonung der menschlichen Existenz und des positiven Christentums lassen sein Werk als praktische Ethik erscheinen. Claudius’ populäre Nachwirkung bis heute beschränkt sich auf wenige Texte („Der Mond ist aufgegangen“, „Der Tod und das Mädchen“ u. a.).

Aktueller Zwischenstand: Larsson 2, Claudius 1, Nesbit 1

So 26.08.2012, 09 Uhr:

James Franck, deutscher Physiker, * 26. 8. 1882 Hamburg, † 20. 5. 1964 Göttingen; seit 1933 in den USA; Hauptarbeiten auf dem Gebiet der Quanten- und Kernphysik, später der Biophysik (Kohlenstoff-Assimilation). 1925 mit G. Hertz Nobelpreis für Physik für seine Untersuchungen über den Elektronenstoß an Gasmolekülen.

Joseph-Michel Montgolfier, französischer Papierfabrikant, Erfinder des Warmluftballons, * 26. 8. 1740 Vidalon-lès-Annonay, † 26. 6. 1810 Balaruc-les-Bains; Bruder von Jacques-Étienne Montgolfier; baute einen durch erwärmte Luft gehobenen Ballon (Montgolfière), der am 21. 11. 1783 bei Paris den ersten bemannten freien Flug ausführte.

Peggy Guggenheim, US-amerikanische Kunstsammlerin, * 26. 8. 1898 New York, † 23. 12. 1979 Venedig; pflegte enge Beziehungen zu M. Duchamp, W. Kandinsky u.und H. Arp; unterhielt 1939 in London u.und 1943-1947 in New York eigene Galerien, rettete zahlreiche europäische Kunstwerke vor Kriegsverschleppungen; setzte sich für die Gegenwartskunst, insbesondere den Surrealismus ein. Sie war zeitweise mit Max Ernst verheiratet und lebte ab 1947 in Venedig, wo sie mit ihrer Sammlung ein Museum einrichtete.

Aktueller Zwischenstand: Franck 2, Montgolfier 1, Guggenheim 1

23.7.12 22:40

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